FeedKoeverden
ErdkundeBrockhaus 1882

Koeverden oder Koevorden (d. h. Kuhfurt), Stadt in der niederländ. Provinz Drenthe, unweit ö Artikel, die man unter K vermi der preuß. Grenze, an der Kleinen Vecht, mit 3020 E., die von Landbau und Torfgewinnung leben. K. hatte schon im 12. Jahrh. eine Burg der Bischöfe von Utrecht, bis 1522 der Herren von Drenthe. Als wichtiger strategischer Punkt ward K. im 16. Jahrh. wechselsweise von den Niederländern und den Spaniern belagert und besetzt; 1592 ward es vom Prinzen Moritz von Oranien eingenommen und seitdem blieb es im Besitz der Republik. Im Juli 1672 eroberte der Bischof von Münster, Bernhard von Galen, die Stadt, doch verlor er sie schon wieder im Dezember desselben Jahres. Koäxistieren (neulat.), nebeneinander, zugleich existieren; davon das Substantiv Koä xistenz.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 394Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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