Köhlerglaube, soviel wie unbedingter Kirchenglaube, dann überhaupt blinder Glaube an die Worte eines andern. Luther erzählt in seiner Warnungsschrift an Die zu Frankfurt a. M. (1533) über den Ursprung des Ausdrucks, ein Doktor habe auf der prager Brücke einen Köhler gefragt, awas er glaubes, und auf die Antwort des Köhlers: eer glaube, was die Kirche glaubey, weiter gefragt, éwas denn die Kirche glaubes, worauf der Köhler antwortete: «was ich glauber.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 400Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei