FeedKöhler (Reinhold)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Köhler (Reinhold), Litterarhistoriker, geb. 24. Juni 1830 zu Weimar, studierte zu Jena, Leipzig und Bonn Philologie und wurde 1857 Bibliothekar an der großherzogl. Bibliothek zu Weimar, deren Leitung ihm 1881 übertragen wurde. Außer zahlreichen Aufsätzen in vielen wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlichte er; aüber die Dionysiaka des Nonnus von Panopolisv (Halle 1853), (Zu Heinrich von Kleists Werken »(Weim. 1862), «Herders Cid und seine franz. Quelle (Lpz. 1867), und gab heraus: (Alte Bergmannsliedero (Weim. 1858), Vier Dialoge von Hans Sachsv (Weim. 1858), Kunst über alle Künste, ein bös Werk gut zu machen» (eine deutsche Bearbeitung von Shakspeares Taming sof the shrewo aus dem J. 1672, Berl. 1864), «Dantes Göttliche Komödie und ihre deutschen übersetzungens (Weim. 1865), Wielands „(Oberonp (Lpz. 1868), Schillers Asthetische Schrifteno (Stuttg. 1871); auch schrieb er Anmerkungen zu Kreutzwalds «Estnischen Märchen » (Halle 1869) zu Gonzenbachs «Sicilianischen Märcheny u. s. w.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 400Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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