FeedKokosöl
Haus & KücheBrockhaus 1882

Kokosöl, Kokosfett, Kokosbutter, das Fett der Fruchtkerne der Kokosnuß, wurde früher ausschließlich in tropischen Gegenden durch Auskochen und Pressen dargestellt, in neuerer Zeit wird das fettreiche Fruchtfleisch unter dem Namen Copperah (s. d.) nach Europa gebracht und hier nach verbesserten Methoden verarbeitet. Die dabei als Nebenprodukt gewonnenen entfetteten Rückstände bilden ein höchst wertvolles Futtermittel für Mast- und Milchvieh. Das K. ist weiß bis grünlich, schmilzt bei 20—23 C., leicht löslich in Alkohol, enthält viel freie Fettsäuren, nebst Glyzeriden. Von flüchtigen Fettsäuren sind nachzewieren: Capryl⸗/ Caprin⸗, Capron⸗, Laurinsäure, ferner Mpristinsäure, Palmitin-und Stearinsäure. Es verseift sich ungemein leicht, die dabei entstehenden Seifen binden eine große Menge von Wasser; es wird wegen dieser Eigenschaft in sehr großen Mengen zur Fabrikation der gefüllten Seifen verwandt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 403Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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