Kölesey (spr. Költschei, Franz von), ungar. Schriftsteller, geb. 8. Aug. 1790 zu Szö-Demeter in Mittel-Szolnok, studierte in Debreczin und wurde 1809 Jurat an der königl. Tafel in Pest. Sein Hauptgebiet ist die Asthetik und Kritik, in der ihm Lessing als Muster vorschwebte. Seit 1826 gab er mit Paul Szemere die Zeitschrift Elet és literatura (Leben und Litteraturo) heraus. K. wirkte auch als Anwalt, und seine Reden gehören zu den vorzüglichsten Erzeugnissen der ungar. Prosa. Auf dem Landtage 1832—36 vertrat K. das Szathmärer Komitat. Er starb zu Szathmär 24. Aug. 1838. Seine sämtlichen Werke erschienen in Pest (6 Bde. 1840—48; 2. Aufl., 8 Bde., 1863), das (Tagebuch vom Landtage ebendaselbst (1848; 2. Aufl. 1874).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 407Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei