FeedKommandostab
GeschichteBrockhaus 1882

Kommandostab, das Zeichen der Würde der höchsten militärischen Befehlshaber. Schon die Befehlshaber der lacedämonischen Krieger trugen dünne Stäbe, Skitales genannt, die Monarchen führten in späterer Zeit und führen noch jetzt Scepter genannte Stäbe. Letztere verliehen den Oberbefehlshabern ihrer Heere Kommandostäbe, welcher Gebrauch sich bis in die neueste Zeit erhalten hat. Der K. der franz. Marschälle ist seit dem 18. Jahrh. der Baton fleur de lisé, 20 Zoll lang, 1½ Joll stark, mit blauem Samt überzogen und reich gestickt; an seinen Enden befinden sich goldene Ringe, deren einer den Namen des Inhabers zeigt, während auf dem andern die Devise Terror belli decus paciso eingraviert ist. Der K. der preuß. Generalfeldmarschälle zeigt auf himmelblauem Samt abwechselnd goldene Königskronen und goldene heraldische königl. Adler, an den beiden Durchschnittsflächen aber den schwarzen heraldischen königl. Adler auf weißem Grunde und ist an beiden Enden mit goldener Einfassung garniert.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 440Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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