Suhm (Ulrich Friedr. von), der vertraute Freund Friedrichs d. Gr., geb. zu Dresden 29. April 1691, studierte in Genf, widmete sich dann der Diplomatie, verbrachte zunächst einige Jahre in Paris, wo sein Vater kursächs. Gesandter war, und kam 1720 als kursächs. Gesandter an den berliner Hof, wo er bis 1730 blieb. Hier erwarb er sich die Freundschaft des Kronprinzen, nachmaligen Königs Friedrich II., in hohem Grade. Auch unterhielt er mit demselben nach der Abreise in den J. 1736—40 einen philos. Briefwechsel, der nach des Königs Tode unter dem Titel 4Correspondance familière et amicale de Frédéric II avec S. v5 (2 Bde., Berl. 1787) erschien. Die Briefe von S. zeugen von Kenntnissen und scharfem Verstand. Er ging 1737 an den russ. Hof und stand im Begriff, in die Dienste Friedrichs zu treten, als er auf der Reise 8. Nov. 1740 zu Warschau starb. 510. Sühneversuch. Im ½ kann in jeder Lage desselben behufs seiner Beilegung oder der Beilegung einzelner Streitpunkte das Gericht die