FeedKomötau
ErdkundeBrockhaus 1882

Komötau, Stadt im nordwestl. Böhmen, am 2 des Erzgebirges, am Kreuzungspunkte der ussig-Teplitzer, der Dux-Bodenbacher und der Buschtiehrader Eisenbahn, ist Sitz einer Bezirkshauptmannschaft, eines Bezirksgerichts, eines Revierbergamts und eines Grenzinspektorats mit Hauptzollamt, hat ein niriin. eine Lehrerbildungsanstalt, eine Fachschule für Maschinenbau, einen schönen Stadtpark, ein Schloß, jetzt Rathaus, mit der schönen Schloßkapelle, eine got. Stadtkirche, eine prot. Kirche und eine Synagoge, und zählt (1880) 10111 ausschließlich deutsche E., welche zärbereien, eine Dampfmühle, eine Papierfabrik, Tuchwebereien, eine Cichorien⸗, eine Essig⸗, un. und Alkoholfabrik, Feuerspritzpumpen⸗, Plüschwaren⸗, Schuhwarenfabrik und Bierbrauereien unterhalten, Obst⸗ und Kastanienbau, Bergbau auf Braunkohlen und lebhaften Handel treiben. Auch ist zu K. die Centralwerkstätte der Buschtiehrader Eisenbahn. K. wurde 1242 Eigentum des Deutschritterordens und wurde 1605 Städt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 446Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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