Konstantin-Orden, Konstantinischer Georgs-Orden für Militärverdienst, im Herzogtum Parma und im Königreich beider Sicilien, wurde angeblich 313 vom Kaiser Konstantin, geschichtlich verbürgt aber 1190 vom Kaiser Isaak Angelus Komnenus gestiftet und durch dessen letzten Abkömmling, den Fürsten Andreas Angelikus Flavius von Macedonien, als derselbe seines Thrones beraubt 1699 nach Parma kam, mit päpstlicher Bestätigung an den Herzog Franz I. aus dem Hause Farnese verkauft. Der Orden wurde 1731 nach dem Erlöschen jenes Regentenhauses von dem neuen Herzoge Don Carlos, Sohn Philipps V. von Spanien, übernommen und von demselben, als er 1734 auf den Thron von Neapel gelangte, auch dorthin verpflanzt. In beiden Ländern hat er, mit Unterbrechung während der Napoleonischen Herrschaft, bis 1860 bestanden. Der Orden zerfällt in Großkreuze, Komture und Ritter 1. und 2. Klasse. Das Zeichen ist das alte rot emaillirte Konstantinische Lilienkreuz, mit einem goldenen & überlegt und auf den Enden mit den Buchstaben I. H. V. S. (in hoc vinces signo) geschmückt. Das Kreuz, an dessen untern Balken der Ritter St. Georg mit dem Lindwurm hängt, wird an himmelblauem Bande getragen.