FeedKopaivabalsam (Balsamum Copaivae)
HeilkundeBrockhaus 1882

Kopaivabalsam (Balsamum Copaivae), Name eines in der Medizin angewendeten Balsams, welcher durch Einschnitte oder Anbohren der Stämme verschiedener Arten der zur Familie der Cäsalpiniaceen gehörigen Gattung Copaifera L., insbesondere von C. offcinalis und C. Guianensis gewonnen wird, deren Arten, Bäume und Sträucher mit haarig gefiederten Blättern, en Boleig Perigonblüten und gestielten einsamigen, holzig-lederartigen Hülsen, im tropischen Amerika und Westindien wachsen. Der K. wirkt sehr anregend auf alle Schleimhäute, besonders auf diejenigen der Geschlechtsorgane, weshalb derselbe ein wichtiges Heilmittel bei krankhaften Schleimabsonderungen dieser Teile geworden ist. Die wirksamen Bestandteile sind ein eigentümliches ätherisches ol (Kopaivaöl), welches den Geruch des Balsams bedingt, und zwei Harze (Alpha⸗ und Betaharz), von denen das erstere saure Eigenschaften besitzt (Kopaivasäure) und in Krystallen gewonnen wird. Außer zu mediz. Zwecken dient der K. zur Herstellung von Lackfirnissen und von Pausepapier.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 514Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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