Korb (althochdeutsch chorb), ein aus Ruten, Zweigen, Rohr, wuhh Draht oder dgl. geflochtenes Gefäß von verschiedener Größe, mannigfaltiger Form und zu verschiedenem Gebrauch, daher Hand⸗, Arm⸗, Trag⸗, Brot⸗, Wäsche⸗ u. s. w. orb. über die Herstellung der Körbe s. unter Korbflechterei. mißt, sind unter C aufzusuchen. Die Redensart geinen Korb gebeno (d. h. einen unerwünschten Heiratsantrag Autekafter stammt wahrscheinlich von dem im Mittelalter üblichen Gebrauch junger Mädchen, ihren Freier des Nachts in einem K. zum Fenster heraufzuziehen, diesen K. aber, wenn der Freier ein unwillkommener war, mit einem so dünnen Boden zu versehen, daß der Liebende durchbrechen (durchfallen) mußte; daraus entstand dann im 17. Jahrh. die noch im 18. Jahrh. gebräuchliche Sitte, einem unerwünschten Liebhaber, von dem man einen Heiratsantrag erwartete, einen K. hinter die Hausthür zu stellen, oder auch nach dem Antrage einen K. ohne Boden zuzuschicken. — In weiterer Bedeutung ist K. ein mit Stäben oder Gitterwerk umschlossener Raum, wie z. B. Mastkorb, Göpelkorb u. s. w.; auch die Umhüllung des Gefäßes an Hiebwaffen; endlich auch die Bezeichnung für ein bestimmtes Maßgefäß für trockene Waren (Feigen, Rosinen, Datteln u. s. w.), auch für Wein; so wird z. B. ein K. Champagner zu 50 Flaschen gerechnet.