FeedKörnig
NaturlehreBrockhaus 1882

Körnig nennt man ein Mineral, wenn seine krystallinischen Individuen nach den drei Dimensionen ungefähr gleichmäßige Ausdehnung besitzen, wenn sie also weder lamellar oder tafelförmig, noch andererseits stab⸗ oder nadelförmig sind. Einem Gestein oder einer Felsart schreibt man körnige Struktur zu, sofern seine einzelnen Gemengteile sämtlich oder vorwiegend diese Form von Körnern aufweisen, welche dann äußerlich nur selten von Krystallflächen, meist von unregelmäßigen gegenseitigen Druckflächen begrenzt erscheinen. Beispiele von Gesteinen mit körnigem Gefüge liefern unter anderm der Granit, Syenit, Diorit, Marmor.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 539Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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