Kosmas, mit dem Beinamen Indikopleustes, ein Geograph aus Alexandria, lebte in der Mitte des 6. Jahrh. unter Justinian I. und schrieb, nachdem er als Kaufmann weite mnaute unternommen hatte und nach Agypten glücklich zurückgekehrt war, in mönchischer Zurückgezogenheit eine aus 12 Büchern bestehende „Christl. Topographiey in griech. Sprache, worin er über die fernsten Länder, selbst über Indien und Ceylon, wichtige Nachrichten bringt und zugleich im Gegensatz zu dem System des Ptolemäus die Beschreibung der Erde ganz den Vorstellungen der Bibel anzupassen sucht; dabei verfällt er freilich häufig in Irrtümer. Dieses Werk gab Montfaucon in der (Nova collectio patrum Graecorum (Bd. 2, Par. 1707) heraus. Auch wird K. eine Beschreibung der Insel Ceylon und der Pflanzen und Tiere Indiens beigelegt, welche Thevenot in den Relations de divers voyages curieuxo (Bd. 1, Par. 1666) bekannt machte.