FeedKosmetik
Sitten & ModeBrockhaus 1882

Kosmetik (grch.) heißt die von jeher geübte Kunst, den Körper zu verschönern, geschehe dies nun durch Putz, oder durch wohlriechende Wasser, Ole, Salben, Puder und besonders Schminke, oder endlich durch Ersetzen einzelner Körperteile, z. B. der Yähne, Haare u. s. w. Kosmetische Mittel oder Schönheitsmittel nennt man vorzugsweise alle Zubereitungen zu dem Zwecke, die Haut geschmeidig zu machen, ihre Farbe zu verbessern, Flecke und Ausschläge (Schwind) und Finnen von da zu vertreiben, ihre Runzeln zu ebnen, die Haare zu färben, die Zähne weiß und rein zu erhalten, den Atem wohlriechend zu machen u. s. w. Die K. war schon im Altertume sehr ausgebildet; auf den höchsten HFrad aber ist sie in neuerer Zeit durch die Entwickelung der Parfümerie, namentlich in Frankreich, gebracht worden. Die K. ist übrigens mit der Civilisation innig verknüpft und macht, wenn auch einen kleinen, doch immerhin beachtenswerten Teil der Kulturgeschichte aus. Vgl. bezüglich der praktischen Teile der K. besonders Piesse, Des odeurs des parums et cosmétiquese (Par. 1865); Rimmel, Le livre des parfumso (Brüss. 1873); Hirzel, Toilettenchemier (Lpz. 1874).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 551Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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