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ErdkundeBrockhaus 1882

Kostel (der Name ist slawisch und heißt Kirche), Stadt im südl. Teile von Mähren, Bezirkshauptmannschaft Göding, unweit links von der Thaya, Station der Linie Lundenburg-Brünn der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn, mit (1880) 2590 E. slaw. Zunge⸗ die sich mit Ausnahme der handeltreibenden Juden ausschließlich mit befassen. In der Nähe ist eine große Zuckerfabrik. K. gilt für eine der ältesten Städte des Landes. Am Rathause zeigt man eine unterirdische Kapelle, in welcher der Slawenapostel Cyrill 865 den Gottesdienst verrichtet haben soll.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 554Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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