Kreibitz, Stadt im nördl. Böhmen, Bezirkshauptmannschaft Rumburg, mit 2555 E. deutscher Zunge, liegt nahezu an der gend. K. ail zwischen Elbe und Oder in schöner Gegend. K. gilt als der Ausgangspunkt der böhm. Glasindustrie. Hier soll schon im 12. Jahrh. eine Glashütte der Herren von Tollenstein bestanden haben; in dem benachbarten Oberkreibitz wurde schon 1504 eine noch bestehende Glashütte errichtet. Auch hat K. Leinen- und Baumwollzwirnfabriken. Unfern von K. liegen Kreibitz⸗-⸗Neudörfel (1627 E.,„ Station der Linien Bakov-Rumburg und K.⸗Neudörfel-Warnsdorf der böhm. Nordbahn), Niederkreibitz (1815 E.) und Oberkreibitz (1916 E.).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 591Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei