Kreil (Karl), verdienter Meteorolog und Astronom, geb. 4. Nov. 1798 zu Ried im Innviertel, studierte zu Wien die Rechte und Astronomie. Von 1826 bis 1830 war er Assistent an der Sternwarte zu Wien, dann Eleve an der Sternwarte zu Mailand, bis er 1838 als Adjunkt an die Sternwarte zu Prag kam, deren Direktor er 1845 wurde. Im Juli 1851 erfolgte seine Berufung nach Wien als Direktor der von ihm zu errichtenden Centralanstalt mißt, sind unter C aufzusuchen. für Meteorologie und Erdmagnetismus. In dieser Stellung starb er zu Wien 21. Dez. 1862. K. erwarb sich um die Meteorologie und die Lehre vom Erdmagnetismus große Verdienste. Bereits 1836—38 führte er zu Mailand eine Reihe von Beobachtungen über den Erdmagnetismus aus, deren Resultate in zwei Bänden als Supplemente zu den mailänder (Effemeridi astronomicher erschienen. Ahnliche Beobachtungen begann er auch im Verein mit andern an der Sternwarte zu Prag, die ebenfalls veröffentlicht (11 Bde., Prag 1839—50) wurden. Hierauf gab er heraus Magnetische und geogr. Ortsbestimmungen in Böhmeny (Prag 1846), Magnetische und geogr. Ortsbestimmungen im österr. Kaiserstaates (5 Bde., Wien 1846—51) und die Schrift «über den Einfluß der Alpen auf die Außerung der magnetischen Erdkrafto (Wien 1850). Die zu Wien in der Centralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus angestellten Beobachtungen machte er in den Jahrbücherno dieser Anstalt (Bd. 1 —8, Wien 1854—61) bekannt. Seine Beobachtungen über die Kometen legte K. unter anderm in den 1832), «über den großen Kometen von 18435 (Prag 1843) und aliber die Natur und Bewegung der Kometeno (Prag 1843) nieder. Außerdem veröffentlichte er noch Schriften über den Einfluß des Mondes auf die Erde.