Kropinski (Ludw.), poln. Dichter, geb. 1767 in der litauischen Wojwodschaft Brzese, trat in das poln. Heer und wurde Oberst. In der Schlacht bei Maciejowice schwer verwundet, suchte er Heilung in Italien. Nach seiner Rückkehr 1812 ward er zum Divisionsgeneral und stellvertretenden Kriegsminister ernannt. Darauf lebte er, in den letzten Jahren erblindet, auf seinem Landgute Woronczyn in Volhynien und starb 1844. K.s Drama Ludgarda (deutsch von Malisch, Krak. 1829), dessen Stoff aus der altpoln. Geschichte entnommen und das nach dem Muster der franz. Klassiker in schwunghaften Versen abgefaßt ist, galt seiner Zeit neben Felinskis «Barbaray für die beste poln. Tragödie. Auch schrieb er einen sentimentalen Roman Julia i Adolfo (Warsch. 1824). Seine Schriften erschienen gesammelt als Pisma rozmaitep (Lemb. 1844).