Krötensteine werden verschiedene Fossilien und Gebilde genannt: bestimmte Muscheln (aus den Gattungen Productus und Strophomena) im Zechstein und Mergel; Fischzähne, besonders von Placoiden; Echinodermen; Blöcke von Gabbro mit gerunzelter fleckiger Oberfläche. Im Aberglauben spielt der K. eine besondere Rolle, ist aber andern Ursprungs. Im Kopf der großen Kröte sindet er sich und man erlangt ihn nur, wenn man die Kröte in einem Ameisenhaufen zerfressen läßt. Streicht man eine Wunde mit demselben, so heilt sie sofort, und kommt Gift in seine Nähe, so schwitzt er. Auch die Kröten selbst, langsam getötet, gelten vielfach als Heilmittel, besonders gegen Warzen und das Schwinden der Glieder. Stadt Cotrone (s. d.).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 636Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei