Küchenmeister (Gottlob Friedr. Heinr.), namhafter Mediziner, geb. 22. Jan. 1821 zu Buchheim bei Lausigk, studierte in Leipzig und Prag Medizin und ließ sich 1846 in Zittau als praktischer Arzt nieder. K. hat sich große Verdienste um die Natur- und Entwickelungsgeschichte der Eingeweidewürmer (Bandwürmer und Trichinen) des Menschen erworben und unter anderm zuerst die Entwickelung des Bandwurms aus der Finne des Schweinefleisches und der Finnen aus der Bandwurmbrut erperimentell erwiesen. Er lebt seit 1859 als praktischer Arzt mit dem Titel Medizinalrat in Dresden. Unter seinen Schriften sind hervorzuheben: Versuche über die Metamorphose der Finnen in Bandwürmerv (Zittau 1852), „Entdeckung über die Umwandlung der sechshakigen Brut gewisser Bandwürmer in Blasenbandwürmer (Zittau 1853), «liber Cestoden Gittau 1853), Die in und an dem Körper des lebenden Menschen vorkommenden Parasiteno (mit 14 Tafeln, Lpz. 1855—56; 3. Aufl., mit Zürn, 1878 — 79), Die therapeutische Anwendung des kalten Wassers bei fieberhaften Krankheiteno (Berl. 1869); unter den geschichtlichen Arbeiten besonders die «Krankengeschichte Luthers » (Lpz. 1881) und außerdem seine Schriften über Feuerbestattung. K. ist einer der Hauptbegründer des Crematorium in Gotha.