FeedKügelgen 664 fd von)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Kügelgen 664 fd von), Geschichts⸗ und Porträtmaler, geb. 6. Febr. 1772 in Bacharach am Rhein, wurde nebst seinem Zwillingsbruder, Karl Ferdinand von K., in seinem 15. Jahre in das Jesuitengymnasium zu Bonn gebracht. Nach einem ald unterbrochenen Aufenthalte in Rom, wohin sich Gerhard mit dem Bruder, anfangs vom Erzherzog Maximilian Franz unterstützt, 1791 begeben hatte, wandte er sich als Porträtist nach München, dann 1795 nach Riga und traf hier mit Karl Ferdinand wieder zusammen. Später lebten beide in Petersburg, wo Karl in kaiserl. Dienste trat, 1803 aber in die Krim reiste. Gerhard ging nun nach Dresden und Paris, dann nach seiner Heimat und hierauf wieder nach Dresden, wo er 27. März 1820 durch einen Raubmörder getötet wurde. Vgl. Hasse, Das Leben Gerhards von K.y (Lpz. 1824), und die von K.s Sohn, Wilh. von Kügelgen (anonym), herausgegebenen «Jugenderinnerungen eines alten Manneso (Berl. 1870, 11. Aufl. 1883). Sein Bruder, Karl Ferdinand von K., Landschaftsmaler, hielt sich in Livbland und Petersburg, besonders häufig seit 1827 in Reval auf, wo er 9. Jan. 1832 starb. K. hat eine „Malerische Reise in die Krimy (Petersb. 1823) veröffentlicht.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 653Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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