Gruyer (Frangois2 Inatole), franz. Kunstschriftsteller, geb. 25. Okt. 1825 in Paris, wirlte nach erlangter Ausbildung in der Ecole des arts als Ingenieur in malliricht wandte sich dann chem. Studien zu, erwählte schließlich aber die kunsthistor. Forschung und Kritik zur eigentlichen Thätigkeit, mit welcher er eine Stellung ersten Ranges unter den Fachgenossen in Frankreich erreichte. Er wurde 1872 Generalinspektor der schönen Künste, 1875 Mitglied der Akademie. Mit besonderer Vorliebe beschäftigte sich G. mit Rafael und der Florentinischen Malerschule, so in seinem Hauptwerke: „Les vierges de Raphael et Piconographie de la viergep (1869), Essai sur les fresques de Raphael au Vaticanp (1858—-69), Raphael et L'an-
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 578Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei