Kukuljevié-Sakeinski (Iwan), kroat. Dichter, Historiker und Staatsmann, geb. zu Warasdin 29. Mai 1816, war Offizier in der ungar. Armee, ging 1841 in den Civildienst und war 1848 mit Liudevit Gaj Leiter der kroat. Nationalbewegung. Nach Eintritt der Reaktion verließ K. den öffentlichen Dienst, in welchen er jedoch 1861 wieder eintrat als Obergespan des agramer Komitats. Darauf war er 1865—67 Banal-Locumtenens und ist seit 1875 Präsident des krogt. Landesschulrats. K. ist einer der Dichter des sog. Illyrismus (s. d.); seine patriotischen Lieder, Erzählungen, Dramen sind gesammelt in Razliéita djela o (4 Bde., Agram 1842—47). Später wandte er sich histor. Forschungen zu, gründete 1850 den Verein für südslaw. Geschichte und Altertümerv in Agram, und gab dessen Arlivy (12 Bde., 1850— 75) heraus. Seine Hauptwerke sind „Jura regni Croatiae, Dalmatiae et Slavoniaen (3 Bde., Agram 1866), Monumenta Slovorum Meridionalium „ (1863), ein südslaw. Künstlerlexikon (1869), eine kroat. Bibliographie (1863).