FeedKullmann (Cduard Franz Ludw.)
GeschichteBrockhaus 1882

Kullmann (Cduard Franz Ludw.), belannt durch sein Attentat auf den Fürsten Bismarck, geb. 14. Juli 1853 zu Neustadt-Magdeburg, erlernte daselbst das Böttcherhandwerk, arbeitete dann in Berlin, Lüneburg, Salzwedel und andern Orten und wurde mehrmals wegen Raufsucht und Körperverletzung mit Gefängnis bestraft. In Salzwedel wurde K. Mitglied des kath. Gesellenvereins. Durch aufreizende Vorträge und Flugblätter fanatisiert, faßte er den Plan, den Fürsten Bismarck zu töten. Am 13. Juli 1874 schoß er in Kissingen mit einer Pistole nach dem Reichskanzler, verletzte diesen aber nur leicht an der rechten Hand und im Gesicht. Am 29. Okt. 1874 wurde K. vom Schwurgericht in Würzburg zu 14 Jahren Zuchthaus verurteilt. mißt, sind unter C aufzusuchen. 42*

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 659Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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