Küma, Fluß im russ. Gouvernement Stawfropol (Kaukasien), bei Ptolemäus Udon, tschertkessisch Kum-⸗ysch, entspringt im Kubanschen Gebiet auf dem Berge Kumbaschi und verliert sich nach einem Laufe von 442 km in der sandigen Niederung am westl. Ufer des Kaspischen Meers, die von einer Menge schilfreicher Seen bedeckt ist. Nur im Frühjahr, bei Hochwasser, erreicht die K. das Kaspische Meer, auf der Grenze der beiden Gouverneiments Stawropol und Astrachan. Die Tiefe des Flusses schwankt zwischen 2 und 3 m, die Breite )zwischen 3 und 50 m. Die Ufer der K. bilden (besonders im Kreise von Patigorst) die fruchtbarsten Landstriche des Gouvernements Stawropol, deren Besiedelung 1785 begann.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 664Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei