Kupfer, metallisches Element, chem. Zeichen oder Symbol Cu, Atomgewicht 63,4. Das K., im Altertum häufig Erz genannt, ist unstreitig eins der Metalle, welche am frühesten bearbeitet wurden. Wie die Pfahlbauten lehren, waren viele Gegenstände von K. und Bronze, welche weit später erst aus Eisen hergestellt wurden. Der Eisenzeit der Ureinwohner Europas geht überall die Bronzeperiode voraus, in welcher Waffen, gewerbliche und landwirtschaftliche Geräte aus K. oder Bronze gefertigt wurden. Die Hebräer erhielten ihr K. aus Agypten. Die Erfindung der Kunst, es aus Erzen darzustellen, wird dem Phönizier Kadmus zugeschrieben, der um 1594 v. Chr. nach Griechenland gekommen sein und Kupfergruben in einem der Berge Thraziens eröffnet haben soll. Seinen Namen hat das K. von der Insel Cypern (grch. Kypros), aus welcher Griechen und Römer großenteils ihr K. bezogen. Das K. ist in der Natur sehr verbreitet, kommt selbst zu sehr kleinen Anteilen in Pflanzen vor und tritt als Bestandteil vieler Mineralien auf, unter denen aber nur eine beschränkte Zahl zur Gewinnung des Metalls, als Kupfererze im eigentlichen oder engern Sinne, von Bedeutung ist. Dahin gehören: gediegen K. (gewöhnlich recht reines metallisches K.) am Rhein, in Thüringen, Schlesien, Ungarn, Norwegen, Schweden, Spanien, Sibirien, China, Japan, namentlich in großen Mengen am Obern See in Nordamerika u. s. w.; Rotkupfererz (Kupferoxydul); Ziegelerz oder Kupferpecherz (Kupferoxydul mit Eisenocker gemengt); Kupferglanz Schwefelkupfer); Kupferkies und Buntkupfererz (beide aus K., Eisen und Schwefel bestehend); Fahlerz (hauptsächlich K., Antimon und Schwefel enthaltend); Malachit und Kupferlasur (beide wasserhaltiges kohlensaures Kupferoxyd); der Atacamit oder Salzkupfererz (Kupferchlorid und Kupferhydroryd). Die meisten Kupfererze enthalten geringe Mengen Silber und werden, sofern dessen Menge die Abscheidung lohnt, nebenher auf das edle Metall benutzt. Ein sehr wertvolles Material zur Kupfergewinnung ist der in der Gegend von Eisleben und Mansfeld verbreitete Kupferschiefer, ein dunkler, von Bitumen durchdrungener Mergelschiefer, welcher