Kupferlasür oder Azurit, ein in schönen monoklinen, meist kurzsäulenförmigen oder dicktafelartigen Krystallen ausgebildetes Mineral von lasurblauer Farbe (mit einem Stich ins Rote) und starkem Glasglanz, aber nur geringen Spuren von Durchscheinenheit; Härte 3,5 bis 4; spezifisches Gewicht 3,7 bis 3,8. Die K. ist das basische Kupfercarbonat Cus C. O, +.H- O, bestehend aus 69,21 Proz. Kupferoxyd, 25,57 Kohlensäure und 5,22 Wasser. Vor dem Lötrohr schmilzt sie und liefert ein Kupferkorn, in Säuren ist sie mit Brausen, und auch in Ammoniak löslich. Das Vorkommnis sind die bis faustgroßen konkrekionären Krystallaggregate, welche in dem roten Sand—⸗ stein von Chessy bei Lyon eingebettet liegen, und die Krystalldrusen vom Altai; andere Fundpunkte sind: Neu-Moldova im Banat, Redruth in Cornwall, Phönixville in Pennsylvanien u. s. w. Durch allmählichen Austausch von Kohlensäure gegen Wasser wandelt sich die blaue K. oberflächlich und oft gänzlich in grünen Malachit um. Man braucht sie als Kupfererz zur Darstellung des Metalls, zur Bereitung von Kupfervitriol; erdige Varietäten von derselben chem. Zusammensetzung, aber viel leichter (das sog. Bergblau) wurden früher als blaue Farbe gebraucht. Kupferlegierungen. Kupfer läßt sich mit fast allen Metallen zusammenschmelzen und gibt dabei Legierungen, von denen viele hohe technische Bedeutung haben. Kupfer und Zink liefert das Messing; dieselben Metalle mit etwas Zinn das Tombak, mannheimer Gold, Similor, Goldschaum; Kupfer und Zinn bilden die Bronze, Kanonenmetall, Glockenmetall; Kupferund Nickel das Münzmetall, dieselben mit Zusatz von Zink das Neusilber, Argentan; Kupfer und Aluminiumlegierung ist die Aluminiumbronze.