FeedKupferindig oder Covellin
NaturlehreBrockhaus 1882

Kupferindig oder Covellin, ein hexagonales Mineral in kleinen dunnen Tafeln, meist als derbe Platten, feinkörnige Massen oder erdiger Anflug von dunkelindigblauer bis schwärzlichblauer Farbe und schwachem, in den Metallglanz geneigtem Fettglanz; die Härte beträgt 1,5 bis 2. Es ist Einfach-Schwefelkupfer, Cuð, mit der prozentarischen Zusammensetzung aus 66, Kupfer und 33,5 Schwefel, dazu etwas Blei und Eisen. Findet sich im Kupferschiefer von Sangerhausen, zu Leogang in Salzburg (als biegsame Tafeln), bei Badenweiler, in den Schlacken des Vesuvs, in Chile, Bolivia, Angola, massenhaft auf der Insel Kawau bei Neuseeland, in den Goldfeldern von Victoria in Australien und von Luzon. Dieselbe Verbindung von Schwefel und Kupfer kommt in den kelt. Gräbern am Salzberge bei Hallstatt auf alten Bronzen vor.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 684Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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