Kupferrose (Kupferfinne, Kupferauschlag, Aenè rosacea, gutta rosacea), eine chronische entstellende Hautkrankheit, welche sich nur im Gesicht, insbesondere auf der Nase (daher auch der Name Kupfernase) entwickelt und in ihren höhern Graden der Heilung schwer zugänglich ist. Das erste Symptom der K. besteht in einer ungewöhnlichen diffusen Röte der Nasenspitze, die anfangs nur nach dem Essen und nach erhitzenden Getränken eintritt, späterhin aber dauernd bleibt und eine schnelle Erweiterung der Blutgefäße, sowie die Bildung zahlreicher kleiner Finnenknoten (s. Akne) zur Folge hat. In den höhern Graden ist nicht nur die unförmlich angeschwollene Nase, sondern auch die benachbarte Stirn⸗ und Wangengegend blutrot, lupferglänzend und mit größern und kleinern Höckern und Knollen besetzt. Die K. ist häufig die Folge einer schwelgerischen Lebensweise, insbesondere übermäßigen Wein⸗ und Branntweingenusses, doch findet sie sich oft genug auch bei mäßigen Individuen, namentlich bei Frauen, welche an Menstruationsstörungen leiden oder in den klimakterischen Jahren stehen. Die Behandlung besteht in einer sorgsamen Regulierung der Diät, in der Beseitigung vorhandener Verdauungs- oder sonstiger Ernährungsstörungen, in zeitweiligen örtlichen Blutentziehungen und Skarifikationen, sowie in der Anwendung von Schwefelpasten, Jodglyzerin, Sublimat- und andern adstringierenden Lösungen.