Kupferschmiedearbeit (frz. chaudronnerie, engl. copper-smith's work), im wesentlichen die Erzeugung kupferner Gefäße von verschiedener Art und Größe. Die hierzu erforderlichen Werkzeuge sind Hämmer und Amboße. Die leßztern sind teils gewöhnliche Schmiedeamboße, teils Liegeamboße, ferner der Stockamboß, auf welchem die runden Böden der Kessel und anderer Gefäße ausgehämmert werden, und das Sperrhorn. (S. unter Amboß.) Die Hämmer sind teils von Holz, teils von verstähltem Eisen und von verschiedener Form. Massive Gegenstände können aus glühendem Kupfer auf dieselbe Weise wie aus Eisen geschmiedet werden. Da jedoch das Kupfer sich nicht schweißen läßt, muß die Vereinigung mehrerer Stücke durch Löten, Verstemmen und andere Mittel hergestellt werden. Für die meisten, besonders größere Hohlgefäße, wird dem Kupferschmied die Vorarbeit von den Kupferhämmern geliefert, d. h. er erhält das Kupfer zu roh geformten, kesselartigen, flachen Gefäßen (sog. Schälen) oder mindestens zu kreisförmigen, in der Mitte etwas dickern Platten (Scheiben oder Böden) ausgeschmiedet, die er durch Schlagen mit Hämmern (Treiben) zu der verlangten Gestalt weiter ausbildet. Das Treiben geschieht größtenteils auf kaltem Wege; nur wenn dasselbe (3. B. bei beträchtlicher Tiefe oder komplizierter Form der Gefäße) so lange fortgesetzt werden muß, daß das Metall spröde werden und Risse erhalten könnte, ist ein öfteres Ausglühen notwenpih Manche Gegenstände, z. B. Kessel für Zuckerfabriken, Braupfannen, Branntweinblasen u. s. w., die sich ihrer Form und Größe wegen nicht aus dem Ganzen schlagen lassen, werden aus Blech gebogen oder aus mehrern Teilen kaperne Aeten welche durch Falzen, Löten oder kupferne Nieten verbunden werden. Viele kupferne Gefäße werden, um beim Gebrauch die Oxydation des Kupfers zu vermeiden, inwendig verzinnt; manche bleiben äußerlich ganz roh, d. h. mit dem aus hen, der Durch bestehenden braunroten lberzug versehen, der durch das Glühen entstanden ist und den man öfters durch Einreiben mit gepulvertem Rötel zu verschönern sucht, während andernfalls diese Glühspandecke durch Ablöschen der glühenden Gegenstände in Wasser abgesprengt wird. Solche Stücke, welche Glanz haben müssen, werden mit verdünnter Schwefelsäure abebeizt, mit polierten Hämmern auf gleichfalls poierten Amboßen blank gehämmert, zuweilen auch noch mit Bimsstein und Wasser, dann mit Holzkohle und Wasser geschliffen, endlich mit dem Polierstahl oder Tripel poliert. Andere Kupferwaren werden bronziert oder braun gemacht und erhalten den gewünschten Glanz durch nachträgliches Blankhämmern und schließliches Abreiben mit auf Leder aufgetragenem Kolkothar und Graphit. Zu den Arbeiten des Kupferschmieds 0, auch das Eindecken der Dächer mit Kupferblech, wobei die Blechtafeln an den Rändern durch doppelten Falz (s. unter Blechbearbeitungsmaschinen, Bd. III, S. 152) vereinigt und dann mittels Nägel und sog. Heftbleche (kleiner, mit in den Verhineingebogener Blechstücke) auf der hölzernen Verschalung befestigt werden. süt, sind unter C aufzusuchen.