Laborde (Leon Emanuel Simon Joseph, Graf de), Sohn des vorigen, geb. zu Paris 15. Juni 1807, studierte in Göttingen und machte 1825 mit seinem Vater eine Reise nach dem Orient, über die er in den Prachtwerken «Voyage de P'Arabie Pétréev (2 Bde., 1830—33) und Voyage en Orienty (36 Hefte, 1837—64) berichtete. In der Julirevolution wurde er Adiutant des Generals Lafayette, dann Gesandtschaftssekretär in London, 1832 im Haag und 1834 in Kassel. An seines Vaters Stelle wählte man ihn 1841 in Etampes zum Deputierten und 1842 in die Akademie der Wissenschaften. Von 1848 bis 1854 war er Konservator der modernen Skulpturen im Louvre, seit 1856 Generaldirektor der Archive des Kaiserreichs, seit Mai 1868 Senator und starb 25. März 1869 in Paris. Von L.s Schriften sind noch zu erwähnen: „Histoire de la gravure en manière noiren (1839), „Les ducs de Bourgognep (Bd. 1 u. 2, 1849—51), Notice des émaux, bijoux et objets divers exposés dans les galeries du Louvrev (2 Bde., 1853 u. öfter) u. s. w. ELabor impröbus (lat.), cunablässige Arbeito, sprichwörtl. Citat aus Virgils Georgicap (1, 145).