Lacroix (Sylvestre Francois), ausgezeichneter Mathematiker, geb. zu Paris 1765, war erst Lehrer der Mathematik in Rochefort, dann in Paris, wurde 1788 Professor an der Artillerieschule zu Besangon, 1794 Professor an der Normalschule in Paris, 1799 an der Polytechnischen Schule, später an der Universität und 1815 auch am Colleége de France. Im J. 1821 legte er seine meisten Amter nieder. Schon 1787 hatte er einen Preis von der Akademie der Wissenschaften erhalten; 1799 wurde er Mitglied des Instituts. Er starb 24. Mai 1843. L. trug durch seine Lehrbücher viel zur Verbreitung und Beförderung der mathem. Studien in Frankreich bei, wie denn überhaupt sein größtes Verdienst in seiner Wirksamkeit als Lehrer besteht. Außer seinen zahlreichen Mémoireso sind von seinen Werken zu nennen der Traité du calcul différentiel et du calcul intégrab (2 Bde., Par. 1797; 2. Aufl., 3 Bde., 1818; deutsch von Bethke, Berl. 1817) und dessen Fortsetzung, der Traité des diflerences et des sériesb (3 Bde., Par. 1800; 2. Aufl. 1810—19); ferner der Cours des mathématiqueso (10 Bde., Par. 1797—1816), der viele Auflagen erlebte und in mehrere Sprachen übersetzt wurde.