Ladmirault (Louis René Paul de), —— General, geb. zu Montmorillon bei Vienne (Rhöne) 17. Febr. 1808, diente 20 Jahre in Algerien bis 1852, wo er als Divisionsgeneral eine Division der Armee von Paris erhielt. In Italien befehligte L. 1859 die 2. Division des 1. Korps, zeichnete sich 8. Juni bei Melegnago aus, verteidigte 24. Juni morgens den Kirchhof von Solferino und erstürmte nachmittags das verschanzte Solferino, wobei er schwer verwundet wurde. Im Deutsch-Französischen Kriege führte er 1870 das 4. Korps der Rheinarmee, kämpfte in den Schlachten bei Metz und zeichnete sich 18. Aug. bei Amanvillers und 31. Aug. durch Erstrmung des Dorfes Servigny abermals hervorragend aus. Durch die Kapitulation von Metz geriet L. in deutsche Kriegsgefangenschaft, übernahm danach 6. April 1871 den Befehl über das 1. Korps der Armee von Versailles, drang 22. Mai mit diesem durch die Porte de St.⸗Ouen in Paris ein und nahm tags darauf die Höhen des Montmartre. L. wurde 1. Juli 1871 zum Militärgouverneur von Paris ernannt und trat 1878 aus dem aktiven Dienst. L. gehört zur legitimistischen Partei. Er schrieb „Bases d'un projet pour le recrutement de l'armêe de terren (Par. 1871). „Ladd, Ort im ägypt. Sudan, Hauptstadt der Aquatorialprovinz, am Weißen Nil, unter 5 nördl. Br., 1874 vom Obersten Gordon statt des verlassenen Ismailia gegründet. irn . der größte Landsee Europas, im nordwestl. Rußland zwischen den Gouvernements Petersburg, Olonez und dem Großfürstentum Finland, ist bis 210 Kmelang, durchschnittlich 110 Km breit und nimmt einen Flächenraum von 18 129 qm ein. Seine gewöhnliche Tiefe ist 110 m, seine größte zwischen den Inseln Surk und Kerholm schwankt zwischen 230 und 280 m. Der Grund des L. ist schlammig. Der See hat viele Untiefen, Klippen und Sandbänke, welche die Schiffahrt auf ihm, zumal bei den heftigen Wirbelwinden, die von seinen größtenteils steilen und felsigen Ufern herrühren, sehr gefahrvoll machen. Zur Erleichterung der Schiffahrt legte man 1718 —31 längs des südl. ö Wolchow von Schlüsselburg bis zur Mündung des Wolchow den 110 km langen, 25 m breiten und 2—3 m tiefen Ladogakanal an, der 1766—1801 als Sjäßischer Kanal verlängert und unter Alexander I. 1802 durch den 52 km langen Swirkanal fortgesetzt wurde. Die Verstärkung der Schiffahrt auf dem Ladogakanal veranlaßte die russ. Regierung, 1861 — 66 parallel zu demselben einen neuen Kanal anzulegen, den Neuen Ladogakanal. Seitdem erhielt der alte Ladogakanal den Namen Kanal Kaiser Peters d. Gr. Der L. hat in seinem Südteile viele Graswerder und Dünen, die unzähligen Robben zum Aufenthalt dienen. Auch ist der See reich an schmackhaften Fischen und ausgezeichnet durch Wasserfülle, indem er die Abflüsse des Saimasees (den Wuoxen), des Onega⸗(den Swir) und des Ilmensees (den 300 m breiten Wolchow), den Sjäß und noch gegen 70 andere Quellflüsse aufnimmt, während er nur einen Abfluß hat, nämlich die Newa. Durch die erwähnten Kanäle und die damit zusammenhängenden Gewässer steht der L. mit dem Kaspischen Meere und dem Weißen Meere in Verbindung, ist also für die Schiffahrt Rußlands von Wichtigkeit.