Lafont (Charles Philippe), berühmter Violinspieler, geb. zu Paris 1. Dez. 1781, wurde nach verschiedenen Kunstreisen w1808 in Petersburg erster Soloviolinist des Kaisers Alexander. Im J. 1815 wandte er sich wieder nach Paris, wo er als erster Violinist in die Kammermusik Ludwigs XVIII. eintrat. Er starb auf einer Kunstreise infolge des Umschlagens des Postwagens zwischen Bagneres de Bigorre und Tarbes 14. Aug. 1839. L.s Spiel war einnehmend durch Sauberkeit und Grazie; seine ansprechenden Kompositionen bestehen in Konzerten, Phantasien, Variationen, Rondos u. s. w. für Violine, in brillanten Duos für Violine und Klavier (mit Herz, Kalkbrenner u. a. in Gemeinschaft gearbeitet) und in zahlreichen Romanzen, davon viele sehr beliebt wurden. Auch komponierte er einige Opern.