Kalkbrenner (Friedr. Wilh.), berühmter Pianoforte-Virtuos und Komponist für sein Instrument, geb. 1784 zu Kassel als der Sohn Christian K.s (geb. 1755 zu Hannoverisch-Minden, gest. 1806 zu Paris), der 1788 - 90 als Kapellmeister der Königin von Preußen und dann bis 1796 in gleicher Eigenschaft beim Prinzen Heinrich von Preußen (in Rheinsberg) angestellt war, später nach Italien und ris ging und unter anderm durch eine (Theorie der Tonsetzkunsto und eine „Geschichte der Musiko sich bekannt gemacht hat. Von ihm erhielt auch der Sohn die erste musitalische Bildung, dann 1799 im pariser Konservatorium Unterricht im Klavierspiel durch Louis Adam und in der Harmonie durch Catel. Seit 1803 bildete er sich in Wien besonders nach Clementi, lebte dann bis 1814 in Paris, darauf in London. Eine Kunstreise nach Deutschland Ende 1823 bildete die Einleitung zu seiner Rückkehr nach Paris 1824, wo er Associe der damals blühenden Pleyelschen Pianofortefabrikwurde. Er starb 11. Juni 1849 zu Enghien bei Paris an der Cholera. K.s Spiel war in technischer Beziehung von höchster Vollendung und Durchbildung, sein Vortrag voll Grazie und Eleganz. Von seinen sehr ansprechenden, mit Glätte und Sauberkeit gearbeiteten Kompositionen sind als die gehaltvollern zu nennen: die vier Konzerte, verschiedene Sonaten, ein Septett, Sextett und Quintett, die Rondos „Gage d'amitién und 4Les charmes de Berlino u. s. w. Ein sehr verdienstliches Werk von bleibender Bedeutung ist auch seine (Klavierschuler nebst den dazugehörenden Etuden.