FeedLahn
ErdkundeBrockhaus 1882

Lahn, ein Nebenfluß des Rheins auf dessen rechter Seite, entspringt auf dem Sauerländischen Gebirge, auf dem Lahnkopf bei dem Forsthaus Lahnhof, im preuß. Regierungsbezirk Arnsberg, 15 km östlich von Siegen, 602m über dem Meere. Sie berührt in einem meist engen und felsigen, durch seine Naturschönheiten, Schlösser, Burgen und Ruinen berühmten Thale die Städte Marburg, Gießen, Wetzlar, Weilburg, Limburg, Nassau und Bad-Ems, trennt in ihrem westl. Laufe den Taunus vom Westerwalde und mündet bei Niederlahnstein (in 64 m Seehöhe), nach einem Laufe von 218 km. Der Fluß ist aufwärts bis Weilburg für kleine Fahrzeuge mittels 14 Schleusen bis Gießen 109,8 km weit schiffbar. Von ihren 15 Nehenflüssen sind zu nennen rechts die Dill, links die Ohm, Weil, Ems und Aar. Vgl. Spieß, «Das Lahnthal von seinem Ursprung bis zur Ausmündungo (Ems 1866). Nach der L. sind zwei Kreise im preuß. Regierungsbezirk Wiesbaden benannt: der Oberlahnkreis, 532 gkm mit (1880) 59531 E. und der Hauptstadt Weilburg, und der Unterlahnkreis, 622 qkm mit 72 954 C. und der Hauptstadt Diez.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 751Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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