FeedLandesschützen
GeschichteBrockhaus 1882

Landesschützen Hr die eigentümlich organisierte österr. Landwehr von Tirol und Vorarlberg, welche der Landesverteidigungs⸗-Oberbehörde zu Innsbruck unter oberer Leitung des k. k. Landwehroberkommandos zu Wien unterstellt ist. Im Frieden bestehen die L. aus 10 Bataillonen und einer Abteilung zu Pferde. Im Kriege werden 10 Feld- und 10 Reservebataillone zu je 4 Kompagnien, 2 Schwadronen und 10 Ergänzungskompagnien aufgestellt. Die Bataillone führen Nummern und Namen nach den Landesteilen, aus denen sie sich ergänzen, z. B. 1. Unterinnthaler Landesschützen⸗ (Feld- oder Reserve⸗) Bataillon. Ausrüstung und Bewaffnung sind wie bei dem tiroler Kaiserjägerregiment. Beim Aufgebot der L. wird auch für die Abteilung der berittenen L. eine Ergänzungsabteilung aufgestellt, und die gesamte Kriegsstärke der L. beträgt alsdann 500 Offiziere, 22100 Mann und 944 Pferde.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 778Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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