FeedLang (Heinr.)
ReligionBrockhaus 1882

Lang (Heinr.), prot. Theolog und Kanzelredner, geb. 14. Nov. 1826 zu Frommern bei Balingen, studierte 1844—48 im Stift zu Tübingen Theologie. Wegen Beteiligung an der revolutionären Bewegung verließ L. im Aug. 1848 die Heimat, ward bereits im November Pfarrer zu Wartau (St. Gallen), 1863 Pfarrer zu Meilen am Zürichersee, 1871 Helfer und bald darauf Pfarrer zu St. Peter in Zürich, wo er 13. Jan. 1876 starb. L. bezeichnete seinen Standpunkt als Christentum ohne Wunder, das rückhaltlos auf dem Boden der modernen Weltanschauung steht. Von 1859 bis 1871 gab L. die Zeitstimmen aus der reform. Kirche der Schweizo heraus (seit w1872 mit den bisher von Bitzius redigierten Berner Wochenblätterno vereinigt zu Reform. Zeitstimmen aus der schweiz. Kirchev). Von seinen Schriften sind zu nennen: „Stunden der Andachto (2 Bde., Winterth. 1862 —65), Religiöse Redeno (2 Bde., Zür. 1873—74), „Versuch einer christl. Dogmatikv (Berl. 1857; 2. Aufl. 1868), Ein Gang durch die christl. Welto (Berl. 1859; 2.Aufl. 1870), «Religiöse Charakterey (Winterth. 1862; 2. Aufl. 1872), Martin Lutherv (Berl. 1870), Das Leben Jesu und die Kirche der Zukunfto (Berl. 1872), «Zur kirchlichen Situation der Gegenwarto (Zür. 1873). Vgl. Biedermann, „(Heinrich L.v (Zür. 1876), und Mayer, Heinrich L.v» (Bas. 1877).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 797Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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