Lantana L., Wandelröschen, kleine zur Familie der Verbenaceen gehörige, dichotomisch wachsende Sträucher Südamerikas, welche von verwandten Gattungen durch einen sehr kurzen, undeutlich-vierzähnigen Kelch, eine röhrige Blumensene Staubgefäße und eine beerenartige Steinfrucht mit zweifächeriger, zweisamiger Nuß sich nullühlen, den. Die Blätter sind oval, gekerbt, rauh anzufühlen, meist von einem starken unangenehmen Geruch. Die Blüten, meistens zu einem rundlichen Köpfchen ge sammelt, besitzen die Eigenschaft, mit zunehmendenm Alter in der Färbung sich zu verändern, woher der deutsche Name. Die bekanntesten Arten sind: 1 Camara mit orangegelben, dann roten, L. aurantiaea mit goldgelben, später orangegelben, L. multicolor mit zweifarbigen (Gelb und Purpur, oft noch mit Weiß und Rosa), L. nivea mit weißen wohlriechenden Blumen, u. a. Sie gehören dem Warm- oder Kalthause an, sind aber durch zahlreiche, aus ihnen hervorgegangene Spielarten und Blendlingsformen (L. hybrida) aus der Kultur verdrängt worden. Sie blühen im Sommer, doch läßt sich ihr Flor leicht bis in den Winter hinein verlängern. Zu diesem Zwecke werden sie, wenn die erste Blüte vorüber, zurückgeschnitten und etwas trockener und kühler gehalten, als vorher, mit dem Wiederbeginn des Wachstums aber verpflanzt und in einen kalten Fensterkasten gestellt. Erhalten sie dann im Winterquartiere mäßige Wärme und viel Licht, so setzt sich der Flor bis Weihnachten fort. Die Lantanen wachsen leicht aus Stecklingen. Lauterna di Messina, s. Faro grande.