FeedLaterne (frz. lanterne, engl. lantern)
TechnikBrockhaus 1882

Laterne (frz. lanterne, engl. lantern), ein aus durchsichtigem oder durchscheinendem Material bestehendes Gehäuse, durch welches die in demselben eingeschlossene Flamme einer Kerze, Ol⸗ oder Gaslampe gegen Wind und Regen geschützt, resp. das Herabfallen von Funken verhindert ist. Man unterscheidet feste und tragbare Laternen, letztere auch Handlaternen genannt. Zu den festen L. gehören die Hauslaternen, die zur Erleuchtung der Hausflure, Treppen u. s. w. dienen; die Straßenlaternen; die Wagenlaternen, deren verschiedene Arten für Lastwagen, Kutschen oder Eisenbahnwagen gebräuchlich sind. Zu den tragbaren gehören die Blendlaternen, blecherne L. mit einem unbeweglichen Schirme, den man verschieben kann, um das Licht völlig zu verdecken; die Taschenlaternen, öfters in Form eines Buchs, dessen beide Deckel als zwei Seiten eines Dreiecks mit der die dritte Seite darstellenden Glaswand die L. bilden; die Stalllaternen, L. in größerer und gröberer Ausführung. Die gewöhnlichen L. werden aus in metallene Gestelle eingesetzten Glastafeln hergestellt, oder aus Glaskugeln und Cylindern, welche zur Speisung der Flamme eine genügend weite Offnung besitzen; um das Licht zu dämpfen, werden auch dünne Hornscheiben verwendet. Wo es darauf ankommt, nur nach einer Seite Licht zu verbreiten, setzt man in die Vorderwand des Metallgehäuses eine Glaslinse ein. Bei den Sturmlaternen, deren Flamme auch beim heftigsten Sturme nicht verlöschen soll, und den Sicherheitslaternen, mit welchen man feuergefährliche, z. B. gaserfüllte Räume Oinomez betreten kann, ist die Lampe durch ein Drahtnetz geschützt. (S. Sicherheitslampen.) Eine besondere Art sind die öfters mit Kühlapparat versehenen Backofenlaternen, welche von den Bäckern dazu benutzt werden, das Innere der Backöfen zu beleuchten, um die Beobachtung des Backprozesses zu ermöglichen. L. aus buntem Papier, zum Teil auf Stöcken befestigt (Stocklaternen), werden bei Illuminationen verwendet. In der Spinnerei ist Laterne soviel wie Flasche (s. d.). [häuter.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 835Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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