FeedLatouche
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Latouche (Hyacinthe Joseph Alexandre Thabaud de), genannt Henri de L., franz. Schriftsteller, geb. 2. Febr. 1785 zu La Chätre in Berri, studierte die Rechte in Paris und bekleidete später eine Stelle in der Finanzverwaltung. Nach dem Sturz des Kaiserreichs wurde er seines Amts entsetzt, und widmete sich nun der Litteratur. Er redigierte seit 1825 eine Zeitschrift ILe Mercure du XIX‘ siècles und gab 1826 einen schlüpfrigen Roman “Oliviero heraus. Darauf folgten La correspondance de Clément XIVet de Carlino, ein Roman in Briefen (1827), «Fragolettas (1829), „La vallée aux loupso, eine Sammlung von Essays in Prosa und in Versen (1833), Les adieuxo (1842), Les agresteso (1844), zwei Bände Gedichte u. s. w. Von 1830 bis 1832 leitete er den (Figaron. Er starb in Aulnay bei Paris 9. März 1851. Besonderes Verdienst — L. durch Herausgabe der Dichtungen André Cheéniers (1819).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 837Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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