Laprade (Pierre Marin Victor Richard de), franz. Dichter, geb. 13. Jan. 1812 zu Montbrison im Depart. Loire, war erst Advokat, widmete sich aber bald ausschließlich der Poesie. L. ahmt erfolgreich Lamartine nach in Bezug auf Empfindung und den Wohlklang des Verses, es fehlt ihm aber an Phantasie und Glanz der Sprache. Er veröffentlichte zuerst Les parfums de Madeleinco (1839), dann (La colère de Jésus o (1840), Psychén (1841). und «Odes et poëmesv (1844). Im J. 1847 wurde er zum Professor der franz. Litteratur an der Fakultät zu Lyon ernannt, 1861 aber wegen einer polit. Satire gegen die Regierung seines Amtes entsetzt; 1858 wurde er Mitglied der Französischen Akademie, nachdem seine neuern Dichtungen Poçmes evangéliques v (1852) und „Les symphonieso (1855) einen Fortschritt seines poetischen Talents bekundet hatten. Nach dem Kriege von 1870 vertrat L. das Depart. Rhöne in der Nationalversammlung und gehörte zum rechten Centrum; doch legte er 1873 sein Mandat nieder. Er starb zu Montbrison 13. Dez. 1883. Von seinen Werken sind noch zu nennen: KIdylles héroiqueso (1858), „Pernettev, eine seiner besten Dichtungen (1868), (Poèmes civiqueso (1873), Le livre d'un pêren (1876), (Oeuvres poéëtiqueso (2 Bde., 1878).