FeedHeinrich von Müglin (Mogelin)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Heinrich von Müglin (Mogelin), deutscher Dichter des 14. Jahrh., aus dem Meißnischen, war bei den Meistersängern hochgeehrt und wurde als einer der Begründer des 1 . angesehen. Er lebte zur Zeit Kaiser Karls IV., an dessen Hofe er sich längere Zeit aufhielt, und dem er sein allegorisches Gedicht Der meide Kranzo, einen Wettstreit der freien Künste darstellend, widmete. Später kam er nach Ssterreich an den Hof des Erzherzogs Rudolf (1358—65). Außer einer beträchtlichen Anzahl von Spruchgedichten, Fabeln und Minneliedern verfaßte er noch eine prosaische Chronit von Ungarn und eine deutsche Übersetzung des Valerius Maximus. Vgl. W. Müller, «H., Fabeln und Minneliedero (Gött. 1848); Schröer, «Die Dichtungen H.s (Wien 1867).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 65Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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