FeedLaufenberg (Heinrich von)
ErdkundeBrockhaus 1882

Laufenberg (Heinrich von), s. Heinrich von Laufenberg. gegenüberliegende Städtchen am Oberrhein. Großlaufenburg, der Hauptort des Bezirks L. (152 km, 14355 C.) im schweiz. Kanton Aargau, liegt 322 m über dem Meere, 9 km östlich von Säckingen auf dem linken Rheinufer, hat eine große malerische Burgruine, eine got. Kirche mit alten Grabmälern, enge winkelige Straßen und altertümliche Häuser, und zählt (1880) 858 meist kath. E. Kleinlaufenburg, auf dem rechten Ufer des Stroms, 311 müber dem Meere, im Kreise Walds-Baf des bad. Bezirks Konstanz an der Bahnlinie zasel-Konstanz gelegen, besteht eigentlich nur aus einer Straße und zählt 600 CE., deren Haupterwerbsquelle neben Gewerbe und Feldbau, wie in Großlaufenburg, die Lachsfischerei ist. Beide Städtchen sind durch eine 92mlange, teils steinerne, teils hölzerne Brücke verbunden, die auf dem mächtigen, mitten aus dem Strom aufsteigenden Pfeiler des Laufensteins ruht. Dicht unter der Brücke be⸗ —⁷ Laufen, von dem L. den Namen erhalten at, eine 1 Km lange, an der schmalsten Stelle nur 25 m breite, von Felsklippen eingeschlossene Enge, welche der Rhein tosend und schäumend in einer Reihe nicht schiffbarer Stromschnellen durchfließt. Groß⸗ und Kleinlaufenburg bildeten bis zum Frieden von Luneville eine Herrschaft, die 1386 von den Grafen von Habsburg-L. an Ssterreich und 1802 an Frankreich überging, worauf Großlaufenburg mit dem übrigen Frickthal (s. d.) 1803 an den Kanton Aargau, Kleinlaufenburg mit dem Breisgau 1810 an Baden fiel. Wie die andern vorderösterr. Waldstädte Waldshut, Säckingen und Rheinfelden wurde L. im Dreißigjährigen Kriege durch die Schweden unter Bernhard von Weimar, die 1638 die Stadt eroberten und die Burg zerstörten, schwer geschädigt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 848Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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