Lebensbaum (Thuya oder Thuja L.), eine zu den cypressenartigen immergrünen Nadelhölzern gehörige Gattung mehr oder weniger pyramidal wachsender einhäusiger Sträucher und Bäume mit schuppenförmigen, gegenständigen und e Richen förmig in vier Reihen geordneten, an die Ästchen angedrückten, wie mit ihnen verwachsenen, auf dem Rücken mit einer rundlichen, starkriechenden Drüse versehenen Blättern. Da letztere fast alle in einer Ebene liegen und die Verzweigung zweizeilig ist, so erscheinen die Astchen selbst wie fein zerteilte Blätter. Die männlichen Blüten sind aus schildförmigen, mit drei bis vier Staubbeutelfächern versehenen, die weiblichen aus flachen, am Grunde zwei flaschenförmige, aufrechte Eichen tragenden Schuppen zusammengesetzt. Der Keim besitzt nur zwei Keimblätter. In ganz Nordamerika südlich bis Virginien und Nordcarolina einheimisch und am meisten und am längsten (seit dem 16. Jahrh.) in europ. Gärten angepflanzt ist der Gemeine L. (Th. occidentalis L.), vorzugsweise in Form von Schutzhecken, da er gegen den Schnitt nicht empfindlich ist und den härtesten Winter ohne allen Nachteil erträgt. Wegen seiner Winterhärte vertritt er auf den Friedhöfen Norddeutschlands auch die empfindlichere Cypresse. Er wird in Deutschland oft 12, ja selbst 16 m, in seinem Vaterlande aber 19—21m hoch. Die blattartige letzte Verästelung ist eirundlich, die Zweige sind mit vielen und kurzen, horizontal ausgebreiteten Astchen versehen, auf der untern Seite kaum heller, die Blätter ungleich gestaltet, die obern und untern ziemlich flach; die Beerenzapfen sind länglich, zuletzt überhängend, zimtbraun. Das Holz des Stammes ist fest, zähe und dauerhaft. Während der langjährigen Kultur sind mehrere Formen dieses Nadelholzes entstanden, wie: Th. argentea, deren Blätter teilweise, bes onders auf der untern Fläche, von hellblaugrüner Farbe sind; Th. Ellwangeriana, an den untern Teilen der Pflanze mit Nadeln, an den obern mit schuppenförmigen Blättern: Th. globosa, von gedrängtem, kugelrundem Wuchse; Th. Hoveyi, mit breiten und gedrängten Zweigen; Th. pendula, mit überhängenden Asten, mit der Unterform var. recurva nana von niedrigerm Wuchse; Ih. Vervaeneana, dauernd von grünlich-goldgelber Färbung, besonders im Sonnenlichte; Th. Wareana, von sehr gedrungenem Wuchse. Infolge des Frostes wird der L. leicht bräunlich und ist dann noch lange in das Frühjahr hinein von unschönem Ansehen. Eine dem Gemeinen L., besonders der Form Wareana ähnliche Art ist Th. plicata Donn., der breitzweigige L., nur sind die breiten Zweige weit länger und flacher und bringen nur zwei oder drei verlängerte Astchen hervor. Beide Flächen der Zweige sind glänzender und eller, als bei Th. oceidentalis, und deshalb von s hönerm Ansehen. Diese Art wächst nur auf der Westseite Nordamerikas. Th. gigantea Nutt. ist ein schöner Baum, der in seinem Vaterlande (Rordwestseite Nordamerikas bis nach Californien) oft weit über 35 m, ja bisweilen doppelt so hoch werden soll und wie die gemeine Fichte eine vollkommen pyramidale Form hat. Die langen, oben glänzend dunkelgrünen, unten viel hellern Zweige, welche in rascher Folge in zwei 27 liegen, verleihen der Pflanze ein besonders schönes Ansehen. Th. orientalis L., der morgenländische L., ist zur Gattung Biota, andere Arten sind zu andern Gattungen gezogen worden. · . (des Gehirns), s. unter Gehirn,