Lebensknoten oder Atmungscentrum frz. Noeud vital), eine kleine umschriebene Stelle des verlängerten Marks (s. unter Gehirn, Bd. VII, S. 6625) am hintern Ende der Rautengrube und der vierten Hirnhöhle, deren Durchschneidung oder Zerstörung bei Warmblütern sofortigen Tod durch plötzlichen Stillstand der Atembewegungen und des Herzens bewirkt. Aus diesem Grunde wurde die fragliche Stelle zuerst von dem franz. Physiologen Flourens als L. bezeichnet.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 873Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei