Lederöl, Wieder holdsches, Schmiermaterial für Leder, wegen seiner Leichtflüssigkeit namentlich zum Erweichen hart gewordenen Leders sehr brauchbar. Das L. wird bereitet aus 16 Teilen Olsäure (bei der Stearinfabrikation als Abfall erhalten), 2 Teilen Spiritus von 90 Proz. und 1 Teil konzentrierter Schwefelsäure; der sich abscheidende Olsäureäther wird durch Schütteln mit lauwarmem Wasser und Dekantieren von der Säure befreit und dann mit gleichen Teilen Fischthran gemischt.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 890Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei