Leerschlucken, eine Schlingbewegung ohne gleichzeitiges Hinabbefördern von Speise oder Trank, ist nur dann möglich, wenn man etwas Speichel hinter den weichen Gaumen bringt, weil alle Schlingbewegungen reflektorisch sind, d. h. nur dann eintreten, wenn ein Körper hinter den weichen Gaumen gebracht wird. Häufiges L. findet sich als lästiges Symptom bei den Rachen⸗ und Mandelaffektionen, bei denen eine lebhafte Schleim- und Speichelabsonderung erfolgt und beständig zum Schlucken nötigt.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 894Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei