Legnago, Marktflecken und starke Festung in der ital. Provinz Verona, liegt an beiden Ufern der Etsch und an der Bahnlinie Verona-Adria, 37 km südöstlich von Verona und ebenso weit östlich von Mantua, ist Sitz eines Distriktskommissariats und einer Prätur und 0 (1881) 14 383 E., ist im allgemeinen gut gebaut, hat hübsche Straßen, leidet aber wegen seiner Lage nördlich von den sumpfigen Niederungen der Valli veronesi an ungesunder Luft. Der Handel mit Reis, Hanf, Seide und den andern Produkten der fruchtbaren Umgebung ist sehr lebhaft. Ein schiffbarer Kanal, der von L. nach Ostiglia führt und den Fluß Tartaro durchschneidet, stellt die Verbindung zwischen Etsch und Po her. L. (lat. Leoniacum) wird schon zur longobard. Zeit genannt und erhielt 1494 durch die Venetianer die ersten Befestigungen. Am 13. Sept. 1796 fiel es in die Hände der Franzosen, welche 1801 die Werke schleiften. Unter österr. Herrschaft wurde jedoch L. wiederum zu einer starken Festung gemacht, welche den südöstl. Punkt des berühmten lombard.wenet. Festungsvierecks bildet.