Lehmbau, zum Verstreichen der Fugen bei Kachel- und eisernen Ofen; zum Dachdecken mittels Lehmschindeln u. s. w. Ganz besonders aber bildet der L. das Material zur Ziegelfabrikation, wobei er plastisch, d. h. weder zu fett, noch zu mager, rein von vegetabilischen Stoffen und andern Beimengungen sein und nicht über 20—30 Proz. Kalkerde, namentlich aber keine Kalksteine enthalten muß. Er nimmt durch das Brennen eine mehr oder weniger hochrote, bei starker Hitze eine blaugraue Farbe an, wobei er zugleich sintert oder verglast.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 903Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei